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Die Gesichtsrose (Zoster ophthalmicus)

Der Herpes Zoster, auch Gürtelrose genannt, wird beim erwachsenen Menschen durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst. Der Virus gehört zur Familie der Herpesviren und löst bei Kindern (und Erwachsenen) z.B. die Windpocken aus.

Normalerweise sind Menschen nach durchgemachter Windpockeninfektion gegen das Zostervirus immun. Die Viren verbleiben aber nach dem Abklingen der Infektion in den Spinalganglien (Nervenknoten) des Rückenmarks. Durch Stress oder ein geschwächtes Immunsystem kann es zum "Erwachen" dieser schlummernden Viren und damit zu einer Aktivierung kommen. Die Folge ist eine Entzündung des Nervengewebes. Symptome sind Brennen und teils starke Schmerzen in dem Hautareal, das durch den betroffenen Nervenstrang versorgt wird und in dem Nervenstrang selbst.

In den meisten Fällen tritt die Gürtelrose im Bereich des Brustkorbes auf. Beim Befall des Nervus ophthalmicus, der für die sensible Innervation der Augengegend zuständig ist, sind Gesicht und Augen betroffen. Es entsteht eine Gesichtsrose (Zoster ophthalmicus).

Symptome:

  • halbseitige starke Schmerzen und Brennen im Versorgungsgebiet des Nervus ophthalmicus
  • Ausbildung eines Hauterythem in diesem Bereich nach einigen Tagen mit prallen, gruppierten Bläschen, die eine klare Flüssigkeit enthalten. Der Inhalt trübt gelblich ein, trocknet dann aus und hinterlässt gelbliche Krusten.

Therapie:

  • spontane Abheilung nach ca. drei Wochen
  • Schmerzbekämpfung
  • systemische medikamentöse Behandlung
  • lokal virostatische Salben

Komplikationen:

Nach der Abheilung des Zoster ophthalmicus können Narben bleiben. Im Auge kann die Vernarbung der Hornhaut zu einem Sehverlust bis hin zur Erblindung führen. Diese Veränderungen sind nicht reversibel.
Bei einem Befall der Gesichtsnerven kann es zu Gesichtslähmungen kommen, auch ein Verlust des Geschmackssinnes kann auftreten. In der Regel bilden sich diese Lähmungserscheinungen aber zurück.


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Privatpraxis Dr. med. Adrian Stoenescu