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Reizdarm / Colon irritable

Als Reizdarmsyndrom (RDS, Colon irritable, Reizcolon, „nervöser Darm“, funktionelle Dyspepsie) wird eine funktionelle Erkrankung des Magen-Darm-Trakts beschrieben. RDS betrifft sehr viele Menschen und beeinträchtigt ihre Lebensqualität nachhaltig. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Leitsymptome

  • rezidivierende (wiederkehrende) Schmerzen im Unterbauch*
  • veränderte Stuhlgewohnheiten* wie ein Abwechseln von Verstopfung (Obstipation) und Durchfall (Diarrhoe) (man kann einen obstipationsdominanten Typ, einen diarrhöedominanten Typ und einen Mischtyp unterscheiden)

    Achtung: Besteht eine Diarrhoe als Leitsymptom, so liegt meist kein Reizdarmsyndrom vor!
     
  • Blähungen (Meteorismus)

*Bei dieser Symptomatik liegt bei der Hälfte der betroffenen Patienten eine funktionelle Darmstörung vor.

Die Symptome treten verstärkt in Stresszeiten oder in Zeiten emotionaler Aufregung auf.

Als weitere Symptome können auftreten:

  • wiederkehrende Oberbauchschmerzen mit wechselnder Intensität (Dyspepsie)
  • Sodbrennen
  • Übelkeit
  • Durchfall oder Verstopfung - oft auch im Wechsel
  • Brennen im Bauch
  • schafskotartiger Stuhl, Schleimabgänge
  • Gefühl einer nicht vollständigen Darmentleerung nach Toilettenbesuch
  • Überdehnungsgefühl im Darm (Distensionsgefühl)
  • Blähungen - häufig auch sehr schmerzhaft
  • abdominale Symptome in Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Die Symptome gehen oftmals auch mit Appetitverlust, Völlegefühl sowie Kopf- und Rückenschmerzen einher. Bei chronischer Ausprägung kann es zum Mangel an Mikronährstoffen kommen.


Vielfältige Ursachen

Für die Entstehung des Reizmagensyndroms spielen genetische Faktoren, Umwelteinflüsse wie chronischer oder akuter Stress, Darmbakterien, Änderungen der Schmerzverarbeitung sowie Störungen der bidirektionalen Achse zwischen Darm und Gehirn eine wichtige Rolle. Dabei kommt es zu störenden Einflüssen auf das im Magen-Darm-Trakt liegende Nervengeflecht mit Millionen von Nervenzellen (Plexus myentericus und Plexus submucosus), das die Verdauung steuert. In Studien wurde außerdem festgestellt, dass bei den meisten Betroffenen eine unter der Norm liegende Schmerzschwelle im Bereich des Darms vorliegt, was man als Hyperalgesie bezeichnet.


Meine Diagnostik bei Reizdarmsyndrom / RDS

Die Diagnose "Reizdarmsyndrom" ist immer eine Ausschlussdiagnose, das heißt, es müssen zunächst andere mögliche Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden.

Die ausführliche Anamnese beantwortet die Fragen, ob z. B. Blut im Stuhl, schwere Durchfälle und/oder ein ungewollter Gewichtsverlust bei Ihnen vorliegen, ob Fieber aufgetreten ist und ob es einen Leistungsknick gibt. Gefragt wird auch nach entzündlichen Darmerkrankungen oder Krebserkrankungen im Magen-Darm-Bereich in der familiären Vorgeschichte. Ebenso fragen wir nach Laktose- und Fruktoseunverträglichkeiten, krankhaften Darmkeimen oder -parasiten im Stuhl, Schilddrüsenfunktonsstörungen und Zoeliakie.

Der nächste Schritt beinhaltet naturheilkundliche Darmdiagnostikverfahren wie

  • die Psychosomatische Energetik (PSE) nach Dr. Reimar Banis und
  • die Herzratenvariabilität-Messung (HRV),

die ich stets vor der Labordiagnostik durchführe. Dadurch gewinne ich einen ersten Überblick über Ihre gesundheitliche Situation. Zudem ist es dadurch möglich, die Labordiagnostik auf die notwendigen Untersuchungen zu beschränken.

Im Rahmen der Labordiagnostik führen wir u.a. folgende Leistungen durch:

  • Spezielle Stuhldiagnostik (mikrobiologische Stuhlflora-Untersuchung; Malabsorption; Leaky-Gut-Diagnostik; Darm-Immunabwehr)
  • Spezielle Blutdiagnostik (Immun-Abwehr wie z. B. TH1/TH2-Balance, LTT-Immun u.a.)

Wenn es Ihre Erkrankung notwendig macht, veranlasse ich weitere diagnostische Maßnahmen wie beispielsweise eine Darmspiegelung (Koloskopie).


Meine Therapie beim Reizdarmsyndrom

In Abhängigkeit von Ihrer individuellen Situation und den Ergebnissen der Labordiagnostik setze ich folgende therapeutische Leistungen ein:

Phase I – Milieu säubern und Entgiftung ankurbeln

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Colon-Hydro-Therapie (CHT)
  • F.X.-Mayr-Kur (Heilfasten), auch als Wochenend-Kur

Phase II – Wiederaufbau der Darmflora über 3 Monate

  • Darmflora-Aufbau mit Probiotika, Peptiden, Phytotherapeutika
  • Psychosomatische Therapie (Stichwort: Bauchhirn)
  • Chirotherapie nach Dr. Ackermann (ein Atlas-Axis Problem kann eine Kohlenhydrat-Unverträglichkeit verursachen)
  • Erstellung eines individuellen Bewegungsplans
  • Homöopathie als Nosodentherapie


Erfahren Sie mehr zu den verschiedenen Diagnostik- und Therapieverfahren in der Patienteninformation unter der Rubrik "Therapien von A-Z in der Privatpraxis von Dr. Stoenescu".


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